München, Berg am Laim: Beratungsresitente Lokalpolitiker?


Radweg ist Lokalpolitikern wichtig (SZ 4.8.2010, S. R3)

“Verwunderung löste im Berg am Laimer Bezirksausschuss das Vorhaben des Kreisverwaltungsreferats aus, die Radwegbenutzungspflicht in der Neumarkter Straße aufzuheben. Im Gegensatz zur Verwaltung war man im BA sehr wohl der Auffassung, dass der überwiegende Teil der Radfahrer auf einem eigenen Strecke [sic] besser aufgehoben sei, als auf einer Straße, die sie mit den Autofahrern teilen müssten, sagte der stellvertretende BA-Vorsitzende Robert Kulzer (SPD).” Seinem Kollgen von der CSU (Dietmar Kohler) wollte es laut SZ “überhaupt nicht in den Kopf” warum einerseits von der Stadt versucht wird den Radfahreranteil zu erhöhen, andererseits aber Benutzungspflichten aufgehoben werden.

Konkret handelt es sich um einen etwa 500m langen Abschnitt zwischen Baumkirchner Str. und Weihenstephaner Str, den einzigen noch benutzungspflichtigen Radwegabschnitt im gesamten Verlauf der Neumarkter/Hansjakobstraße.  Ursprünglich dürfte die Benutzungspflicht hier aufrecht erhalten worden sein weil dieser Straßenabschnitt als LKW Umfahrung des Berg am Laimer Ortszentrums ausgeschildert ist und zudem im Berufsverkehr als weithin bekannter Schleichweg zur A94 gut frequentiert ist.

Der Zustand und die Anlage des Radwegs  (v.a. die Südseite) ist miserabel. Hinter einer Reihe parkender PKW und LKW  versteckt wird der Radweg von zahlreichen schlecht einsehbaren Firmen- und Gewerbeeinfahrten gekreuzt. Folgerichtig möchte das Kreisverwaltungsreferat hier die Benutzungspflicht aufheben um den Radfahrern die sicherere Fahrt auf der Straße freizustellen.

Zugleich wurden seitens der Verwaltung Vorschläge unterbreitet die Verkehrsbelastung zu reduzieren was aber von der Lokalpolitik, wohl aus wirtschaflichen Gründen, unerwünscht ist.

Wie dann eine Radweggestaltung im Sinne des BA aussieht wird in diesem Artikel deutlich: http://www.wochenanzeiger.de/article/98465.html

Bisher gibt es nur – und die nicht mal durchgängig – Pseudo-Radwege: schmale vom Autoverkehr nur durch auf den Asphalt gemalte Streifen getrennt. Nun sieht die Planung zwei Meter breite Radfahrstreifen vor.“  In einer BA Hofpostille unter der Überschrift  “Radler bald sicherer“!
Die Fahrbahnbreite von 6,50 Meter bleibt erhalten, was dem BA wichtig war, denn die Straße ist stark befahren.“  (Warum nimmt der BA nicht die Vorschläge der Verwaltung zur Verkehrsreduzierung an?)

Die Parkplatz-Sucher [sic] wird freuen, dass drei zusätzliche Stellplätze geschaffen werden können. Einem besonderen Anliegen des Bezirksausschusses wird auch Rechnung getragen werden: An der Kreuzung Neumarkter Straße/Baumkirchner Straße wird in der Neumarkter Straße die eigene Linksabbiegerspur erhalten bleiben.”  Gratulation, drei Parkplätze und der PKW/LKW Schleichweg Riedgauer-Neumarkter-Zamdorf bleibt offen.  Wurde diese riesen Tunnelkonstruktion am Leuchtenbergring nicht gerade auch damit gerechtfertigt und von der Lokalpolitik verlangt, um ebensolche Schleichwege obsolet zu machen, also den Verkehr in ihrem Viertel zu reduzieren?

Neumarkter Str. Süd, Z. 241

Neumarkter Str. Süd, Z. 241

Neumarkter Str. nördl., Z.237

Neumarkter Str. nördl., Z.237

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