Fahrradfahrer fahren zu dicht an parkenden Autos vorbei
Berlin, 14. Dezember 2007
Die neue Berliner Unfallkommission hat erstmals Fahrradpiktogramme zwischen Straßenbahnschienen auf dem Weinbergsweg und der Kastanienallee angeordnet.
Mit täglich 6.400 Fahrrädern ist der Straßenzug eine der am stärksten von Radfahrern genutzten Strecken Berlins – und auch ein Unfallhäufungspunkt. Hauptfehler: Fahrradfahrer fahren oft rechts der Schienen und damit zu dicht an parkenden Autos entlang – aufgrund der durch die Schienen fehlenden Ausweichmöglichkeit kommt es bei sich plötzlich öffnenden Autotüren oft zu Kollisionen.
Mit den neuen Fahrradsymbolen sollen Fahrradfahrer daran erinnert werden, dass sie berechtigterweise zwischen den Schienen fahren dürfen. Autofahrer müssen beim Überholen ebenfalls einen ausreichenden Sicherheitsabstand halten – also nur auf der Gegenfahrbahn überholen, wenn diese frei ist.
Die hier im 10-Minuten-Takt verkehrende Straßenbahnlinie M1 und die alle 20 Minuten verkehrende Tram 12 konnten aufgrund des Straßenquerschnitts auch die bisher oft rechts der Schienen fahrenden Radfahrer nicht überholen – an der Leistungsfähigkeit der Straße ändert sich durch die neuen Symbole für die Straßenbahn nichts.
Während der Bezirk Mitte die Anordnung der Unfallkommission zwischen Rosenthaler Platz und Schwedter Straße bereits umgesetzt hat, zögert der für den zweiten Teil der Kastanienallee bis zur Schönhauser Allee zuständige Bezirk Pankow noch. So solle zunächst der Erfolg der Symbole in Mitte abgewartet werden, in einigen Jahren sei zudem ein Umbau der Kastanienallee angedacht




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