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Rheine, Elter Str.: Rechtsabbieger erfasst Radfahrerin auf dem Radweg und begeht Unfallflucht

Offenbar neigen Kfz-Lenker leicht dazu Unfälle mit Radfahrern für Lappalien zu halten wenn das Opfer dem ersten Anschein nach “nur” leicht verletzt wurde. Dass nicht jede ernste Verletzung auf den ersten Blick erkennbar ist und auch an Fahrrädern erheblicher Sachschaden enstehen kann wird geflissentlich ausgeblendet und die Unfallverursacher entfernen sich unerlaubt vom Unfallort.

[...] Am Freitag, den 29.10.2010, gegen 07.45 Uhr, befuhr eine 15-jährige Radfahrerin auf dem Weg zur Schule den Radweg der Elter Straße stadteinwärts. Als sie den Einmündungsbereich der Dionysiusstraße überqueren wollte, wurde sie von einem von der Elter Straße nach rechts abbiegenden Pkw erfasst und zu Boden geschleudert. Hierbei zog die 15-Jährige sich Prellungen zu und wurde leicht verletzt.
Der Fahrer des Pkw hielt zunächst an und kümmerte sich um die unter Schock stehende Schülerin. Er half ihr und stellte auch das Fahrrad wieder hin. Nachdem er sich erkundigt hatte, wie es der Schülerin gehe, setzte er seine Fahrt in Richtung Konradstraße fort, ohne seinen weiteren Verpflichtungen zur Schadensregulierung nach zu kommen.
Bei dem Unfall verursachenden Fahrzeug soll es sich um einen schwarzen Kleinwagen handeln. Dieser müsste an der rechten Seite Beschädigungen aufweisen. Der Fahrer soll ungefähr 35 Jahre alt gewesen sein, hatte kurze dunkelblonde Haare und trug Jeans und eine dunkle Jacke.
Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen selbst oder zu dem Unfallverursacher machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Rheine (05971/9382515) in Verbindung zu setzen.
Quelle:  Polizeibericht NRW

Man kann  nur jedem Radfahrer raten sich bei einem Unfall SOFORT das Kennzeichen des Unfallgegners einzuprägen und am besten gleich zu notieren (Handy!).  Wenn schon bei jedem kleinsten Kfz-Unfall die Unfallfahrzeuge in ihren Positionen  stehenbleiben bis die Polizei eintrifft, dann gilt das bei Fahrradunfällen mit Personenschaden erst recht.  Soweit man dazu in der Lage ist sollte man die Wartezeit nutzen um die Kontaktdaten eventueller Unfallzeugen zu notieren.
Verletzungen und Schäden am Fahrrad sind keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen und sollten  in jedem Fall von einem Arzt bzw. Fahrradsachverständigen dokumentiert werden.

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