Im Zusammenhang mit dem tödlichen Abbiegeunfall eines 13-jährigen Radfahrers erschien in der Neuen Westfälischen ein Artikel der darauf hinweist, dass den Behörden die Gefahrenstellen zwar oft bekannt sind, aber trotzdem nicht umgehend im Sinne der Verkehrssicherheit gehandelt wird.
“Eine vergleichbare Stelle sei das Gierstor, wo vor allem mittags bei jeder Ampelschaltung Dutzende Schüler die Straße überqueren. Auch hier hat der Autoverkehr auf der Driburger Straße, Radfahrer und Fußgänger zugleich Grün. Zischler schlägt vor, sich einmal nur fünf Minuten an die beiden Kreuzungen zu stellen. Man sehe, dass Autofahrer immer wieder Radfahrer oder Fußgänger gefährden.
Am Gierstor ist dies besonders der Fall, weil der Radweg erst kurz vor der Ampel farblich rot gekennzeichnet ist und einzelne Radler von einem im Kreuzungsbereich wartenden Autofahrer kaum wahrgenommen werden. So sollen mehrere Lehrer des Pelizaeus-Gymnasiums der Stadt geschrieben und sich über die Gefahren beschwert haben. Zischler hat die Stadt schon im Jahr 2003 auf dieses Gefährdungspotenzial aufmerksam gemacht. Danach gab es Gespräche mit Polizei, Vertretern des Pelizaeus- und Reismann-Gymnasiums sowie der Arbeitsgruppe Radverkehrssicherheit. Er habe der für die Schaltung zuständigen Stadt Paderborn eine andere Schaltung vorgeschlagen, bei der Rechtsabbieger separat Grün haben. Als Antwort habe man ihm gesagt, dass dann nicht genügend Fahrzeuge durchkämen. “Das heißt: Der Autoverkehr hat Vorrang vor der Sicherheit”, sagt Zischler.
Die bestehende Schaltung am Busdorfwall entspreche geltenden Normen, so Jens Reinhardt, Sprecher der Stadt Paderborn. Sie gibt Radfahrern einen Vorlauf – beim NW-Test waren dies 2 bis 50 Sekunden –, ehe der Kraftverkehr zugeschaltet werde. Auch sei die Einmündung am Busdorfwall in den zurückliegenden Jahren keine Unfallhäufungsstelle gewesen. Beim Gierstor habe eine Unfallkommission dagegen “Veränderungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit” mit veränderter Radwegeführung beschlossen, so Reinhardt.”




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