Meldungen getagged mit Radwegrückbau

HH-Ohlsdorf: Luxussanierierung eines Radwegs im Marienweg

Ein klassiches Beispiel kontraproduktiver Radverkehrsförderung gepaart mit der Verschwendung von Steuergeldern findet man im Hamburger Stadtteil Ohlsdorf. Im eher beschaulichen Maienweg (Wohnblockbebauung und Kleingärten) wurde ein ohnehin überflüssiger Radweg für sage und schreibe 375.000 Euro erneuert ohne vor der Auftragsvergabe zumindest eine Radfahrerzählung durchzuführen (Hamburger Morgenpost).

Das Hamburger Abendblatt nennt weitere Details die erahnen lassen dass hier Fördergelder verplempert und zweckentfremdet wurden, einfach weil sie zu Verfügung stehen und damit zudem neue Parkplätze geschaffen werden konnten.

[...]  Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Gunnar Eisold spricht von “Luxussanierung”.  “Der neue Radweg wird kaum befahren. Bevor so viel Geld ausgegeben wird, sollte zunächst der Bedarf geprüft werden”, sagt Eisold. Außerdem kritisiert er: “Die Anwohner müssen erst eine stark befahrene Straße überqueren, bevor sie den Radweg entlang der Kleingartenanlage benutzen können.” Der etwa einen Kilometer lange Abschnitt am Maienweg liegt zwischen Sengelmannstraße und Am Hasenberge.

Das Geld für die Sanierung stammt von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und ist zur “Förderung des Radverkehrs” bestimmt. Allerdings wurden auch rund 61.000 Euro für den Bau von Parkplätzen entlang des Radwegs verbraucht: “Das ist eine Zweckentfremdung”, sagt Eisold.

Die Bezirksversammlung Nord hatte bereits im Februar 2009 beschlossen, dass die 375.000 Euro für den Radweg und die Parkplätze am Maienweg verwendet werden sollen. Der Bezirk erteilte dann den Auftrag: “Der Neubau war notwendig. Auf keinen Fall wurde hier Geld verschwendet”, sagt CDU-Verkehrsexperte Christoph Ploß.

Auch die SPD-Bezirksfraktion verteidigt die Entscheidung: “Es war seit Jahren von der Bezirkspolitik gewollt, dass diese wichtige Verbindung in Richtung des Fuhlsbüttler Ortskerns wieder befahrbar wird”, sagt der SPD-Abgeordnete Jörg Lewin.   [...]

Quelle: Hamburger Abendblatt

Unstrittig ist wohl dass der 40cm breite “Radweg” direkt neben Parkplätzen einer Korrektur bedurfte, auf die Idee den Radweg einfach aufzulassen scheint aber keiner der Beteiligten gekommen zu sein.

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Freising, Prinz-Ludwig-Str: Stadtverwaltung schlägt Radwegrückbau vor

Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Radweg an der Prinz-Ludwig-Straße zurückzubauen. “Nicht sehr attraktiv” finden das einige Mitglieder des Planungsausschusses. Jetzt ist der Fachplaner gefragt.

Zwei schwere Unfälle: Radweg an der Prinz-Ludwig-Straße soll zurückgebaut werden (merkur-online vom 6.5.2010)

Aha, wenn schon so lange debattiert  wurde, wieso konnte dann nicht von Beginn an ein Fachmann zu Rate gezogen werden?
Und wieso beauftragt man ausgerechnet einen ausgewiesenen Kfz-Planungsexperten (Fachgebiet und Auftraggeber) mit der Ausarbeitung eines Radverkehrskonzepts?

Bezeichnenderweise spielt sich diese Posse direkt vor dem Freisinger Finanzamt ab.

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